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Aufatmen im Spreewald Diesen Text vorlesen lassen

 Ausflug von Mitgliedern des Sozialwerkes Potsdam  in den Spreewald

Kahnfahrt 1

 

36 blinde und sehbehinderte Menschen mit Begleitpersonen des Vereins Sozialwerk Potsdam e.V. unternahmen am 06.August 2021 einen Busausflug in den Spreewald. Der Ausflug umfasste zwei Programmteile, Information sowie Unterhaltung und Erholung.

Der erste Teil der Reise führte die Gruppe in das Landesamt für Soziales und Versorgung (LASV) mit dem Sitz in Cottbus, der zweitgrößten Stadt des Landes Brandenburg mit ca. 120 000 Einwohnern.  Sie erhielt Informationen über diverse soziale Leistungen (wie beispielsweise zum Schwerbehindertenrecht) und konnte im Gespräch mit den Mitarbeitern des LASV persönliche Fragen erörtern. Der freundliche Empfang endete mit einer gemütlichen Tasse Kaffee.

Bild 1

Der zweite Programmteil führte die Gruppe zum Großen Hafen nach Lübbenau zum Mittagessen. Echte Spreewald-gerichte wie Fisch, frisches Gemüse, saure Gurken, Meerrettich und anderes, standen auf dem Speiseplan. Nach einer Erholungspause fand eine 2 ½ -stündige Kahnfahrt durch den Spreewald, einschließlich Kaffeetrinken statt. Zweifellos war die Kahnfahrt der Höhepunkt des Busausflugs.  Die Teilnehmer konnten nach der langen, durch Corona bedingten Pause in frischer Natur wieder aufatmen und Erholung finden.

Kahnfahrt 2 Kahnfahrt 1

Lübbenau, seit 1882 Zentrum des Spreewaldes ist Ausgangspunkt für die Kahnfahrten in der Region. Der Spreewald ist auch Wohngebiet der Sorben, die Straßenschilder sind zweisprachig und die Frauen tragen zu festlichen Anlässen eine sorbische Tracht. Die Spreewaldfahrten finden in der Regel mit Holzkähnen statt, werden vom Kahnfährmann gestakt und führen über viele Kanäle, den sogenannten Fließen. Der Wasserstand wird durch zahlreiche Schleusen reguliert. Viele Jahrzehnte dienten die Fließe als Transportwege für Menschen, Landwirtschaft und Bauwesen. Obwohl heute weitgehend das Transportwesen durch die Technik ersetzt wird, erfolgt die Postzustellung bisher noch auf traditionelle Weise, und zwar per Spreewaldkahn. Die Briefkästen befinden sich an den Fließen der Grundstückseigentümer.

Erholungspause nach der Kahnfahrt

Nach einer idyllischen Fahrt durch die Spreewaldlandschaft, Wälder, Felder und Wiesen kehrte die Gruppe zum Kaffeetrinken in eine gemütliche Spreewaldgaststätte ein. Von den Plätzen der Gaststätte konnten die Gäste genüsslich das Leben und Treiben auf den Fließen mit Spreewaldkähnen und Paddelbooten beobachten. Die Kahnfahrt endete in Lübbenau im Großen Spreewaldhafen. Hier bieten viele Händler und Spreewaldbauern ihre Produkte an. Urlauber und Touristen nehmen gern ein Mitbringsel, wie zum Beispiel saure Gurken, Senf, Meerrettich und anderes für Zuhause mit.

Selbstverständlich galten auch für die Tagesreise die AHA-Regeln, wie das Tragen der Maske im Bus und bei der Veranstaltung im LASV die Einhaltung der Abstandsregelungen. Aber bei der Kahnfahrt an frischer Luft war ein deutliches Aufatmen der Teilnehmer zu spüren.

Reinhard König

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