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Teaserbild - Woche des Sehens 2017

Projekttag zur Woche des Sehens 2017

Simulationen werden gerne eingesetzt, um insbesondere jungen Menschen einen tieferen Einblick zu vermitteln. In der Woche des Sehens fand am 12. Oktober 2017 ein Projekttag mit Schülerinnen und Schülern einer siebenten Klasse des Leibniz-Gymnasiums statt, der ihnen einen Zugang zum Leben mit einer Sehbehinderung ermöglichte. Begleitet wurden sie von den Lehrerinnen Frau Lück und Frau Gröll.

Der Projekttag war eine gemeinsame Veranstaltung des Sozialwerkes Potsdam e.V. und des Bürgerhauses Stern*Zeichen. Vom Sozialwerk waren Frau Hänel von der Beratungsstelle, Frau Hamzeh und Herr Graubner als Betroffene dabei. Die Veranstaltung wurde von Frau Barsuhn, der Leiterin vom Bürgerhaus Stern*Zeichen, eröffnet. Der Titel der Veranstaltung wurde gleich zu Beginn thematisiert: Neben dem Geruchs-und Geschmacksinn wird auch der Hörsinn geschärft.

Wichtigstes Utensil waren Simulationsbrillen für unterschiedliche Sehstärke oder Augenerkrankungen. Damit galt es, Alltagshürden zu meistern: Der Einkauf von Lebensmitteln, das Tischdecken und das anschließende gemeinsame Frühstück. Hier mussten die Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig oder bitter erkannt werden. Nach diesen Erfahrungen stellten sich den Schüler ganz neue Fragen. Und die Erwachsenen erklärten ihnen z. B. dass Kegeln, Schwimmen, Ball spielen mit einem Klingelball und Tandem-Laufen mögliche Sportarten sind. In der Küche helfen sprechende Waagen, akustische Flüssigkeitsfühler und taktile Punkte für Elektrogeräte beim Kochen und Backen. Und Urlaubsreisen sind in speziellen Hotels oder in Begleitung möglich. Bei der Orientierung im Haushalt gelte es, immer alles an der gleichen Stelle aufzubewahren, Türen ganz aufzumachen und Stolperfallen zu vermeiden. Besonderes Interesse fanden auch die Alltags-Tricks, die Wäsche getrennt zu sortieren, Socken vor der Wäsche zusammen zu klammern und Flüssigkeiten immer über dem Spülbecken einzufüllen.

Auch Hilfsmittel wurden den Teilnehmenden vorgestellt. Frau Hamzeh stellte ihre ganz persönlichen Hilfsmittel, Lupenbrille, Monokular und das Münzdepot vor. Frau Hänel erläuterte den Unterschied zwischen Langstock und Taststock. Auch die Armbinde sowie die Plakette wurden zur Ansicht gegeben. Den Schülerinnen und Schüler wurde erläutert, wie sie verschiedene Münzen an der Randgestaltung erkennen können. Herr Graubner berichtete über seine ganz persönlichen Lebenserfahrungen und beantwortet ausführlich alle Fragen. Anschließend wurden Domino und verschiedene Brettspiele für Blinde und Sehbehinderte vorgestellt.

Der Projekttag kam bei den Schülerinnen und Schülern gut und hat sie für die Probleme blinder und sehbehinderter Menschen sensibilisiert. Ein besonderer Dank gilt auch dem Team vom REWE-Markt, Johannes-Kepler-Platz 5, das dieses Projekt unterstützt hat.

Bild 1: Frau Hänel im Gespräch mit Schülerinen

Bild 1: Frau Hänel im Gespräch mit Schülerin

Bild 2: Schülerinnen und Schüler mit Simulationsbrillen beim Früchstück

Bild 2: Schülerinnen und Schüler mit Simulationsbrillen beim Früchstück

Bild 3: Frau Hamzeh erklärt das Münzendepot

Bild 3: Frau Hamzeh erklärt das Münzendepot

Bild 4: Herr Graubner berichtet über seinen Alltag

Bild 4: Herr Graubner berichtet über seinen Alltag

Bild 5: Schülerinnen beim Spielen

Bild 5: Schülerinnen beim Spielen

Bild 6: Erfahrungsaustausch zum Projekttag

 Bild 6: Erfahrungsaustausch zum Projekttag

    

 

    

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